Werden und Wirken des Akkordeon-Orchesters Langenhain e.V.


Ablauf eines Menschenlebens gibt es auch im Vereinsleben vieles, was verblasst. An manchem Mark- und Gedenkstein des Vereinslebens sollte man aber stille stehen und besinnliche Betrachtungen über die Sorgen, Mühen und Arbeit anstellen, die der Verein gehabt haben muss, um zu Erfolgen zu kommen. Blicken wir heute zurück, denken wir nicht mehr an die Berge von Arbeit und den Idealismus, der nötig war, um den Verein zu dem zu machen, was er heute ist.

Als im Jahre 1939 Johann Freund, der spätere Gründer des Vereins, von Hofheim nach Langenhain verzog, kannte ihn fast jeder im Ort als Harmonikaspieler, war er doch lange Jahre hindurch Dirigent und Vorsitzender des Hofheimer Akkordeon-Vereins "Lyra" gewesen. Bald stellten sich die ersten Interessenten ein, die von ihm das Akkordeon spielen lernen wollten. Johann Freund drängte seine ersten Schüler, sieben an der Zahl, so lange, bis sie sich am16. Mai 1941 zu einem Verein zusammenschlossen.

Die Gründer waren: Herbert Amlung, Arnold Bohrmann, Heinrich Bohrmann, Johann Freund, Willi Hack, Ewald Ruppert, Walter Schneider und Hans Wassum

Die ersten Vereinsjahre wurden vom Krieg überschattet. Stromsperren und Mangel an Heizmaterial erschwerten die Übungsabende. Darum musste jeder eine Tasche mit Holz und Briketts sowie 50 Pfennig in das Gasthaus "Zur Rose" mitbringen, das zum Vereinslokal erkoren wurde. Doch bereits 1942 - nach dem ersten Vereins- und Übungsjahr, konnte mit dem Gesangverein Langenhain ein gemeinsamer Vereinsabend durchgeführt werden, bei dem der Vorsitzende und Dirigent Johann Freund mit fünf Musikstücken das Orchester vorstellen konnte. An dieser Stelle sei bemerkt, dass die damals geknüpften freundschaftlichen Bande zum Gesangverein Langenhain bis heute bestehen und viele Veranstaltungen gemeinsam durchgeführt werden konnten.


Gründungslokal Zur Rose

Als die aktiven Spieler im Laufe der Zeit zum Heeresdienst eingezogen wurden, mussten die Übungsabende eingestellt werden. Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 konnte das Vereinsleben jedoch, wenn auch langsam, wieder aufgenommen werden. Da in die "Rose" ein Gewerbebetrieb eingezogen war, fanden die Übungsstunden nun kurze Zeit im Gasthaus, Zum grünen Wald" statt. Am 14. Oktober 1948 trafen sich die alten Mitglieder des Vereins zur Wiedergründung des Orchesters. Dies war die Zeit, wer denkt noch daran, als die ehemaligen Soldaten einzeln oder in Gruppen aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurden. Das Akkordeon-Orchester brachte jedem Heimkehrer ein Ständchen als Willkommensgruß der Heimat.

Nachdem die „Rose“ wieder frei war, hielt man die Übungsstunden traditionsgemäß dort ab; doch als sie im Jahre 1956 für immer geschlossen wurde, ernannte man das Gasthaus „Zum grünen Baum" (beim Adolf) zum neuen Vereinslokal. Die erste größere Veranstaltung des Vereins fand am 1. Dezember 1956 anlässlich des 15 jährigen Bestehens in der Turnhalle Langenhain statt.

Nach 16jähriger Tätigkeit als Dirigent und Vorsitzender war Johann Freund, durch Krankheit bedingt, gezwungen, seine Ämter niederzulegen. Zu seinem Nachfolger wurde am 20. Juni 1957 Klaus Schneider gewählt, der am 2. Juli 1958 von Hans Wassum in seinem Amt abgelöst wurde.

Die folgenden Jahre waren durch Konzertauftritte vor heimischem Publikum, bei auswärtigen Vereinen und in Seniorenheimen sowie die Teilnahme an musikalischen Wettstreiten in Wiesbaden und Bensheim gekennzeichnet. Auch Familienabende, Waldfeste, Ausflüge und die Mitwirkung bei vielen örtlichen Vereins- und Familienfesten bestimmten das musikalische und gesellige Vereinsleben. Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Festveranstaltung anlässlich des 25jährigen Bestehens vom 2. bis 4. Juli 1966. Ungewöhnlich für damalige Verhältnisse war die Durchführung eines großen bunten Abends mit Künstlern des Hessischen Artistenbundes.


Gründer und Orchester 1966

Zu jener Zeit zählte der Verein 65 Mitglieder, davon waren 20 aktive Spieler. Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere aber auch durch die Aktivitäten und das harmonische Wirken in der örtlichen Gemeinschaft,erfuhr der Verein in den darauffolgenden Jahren einen ständigen Aufschwung. Durch die nun größere Anzahl an Spielern waren die räumlichen Verhältnisse im Vereinslokal "Zum grünen Baum" nicht mehr ausreichend, so dass man sich am 15. Juli 1967 mit Bedauern von Vereinswirt Adolf verabschieden musste. Mit Zustimmung der Turngesellschaft Langenhain siedelte das Orchester in die Turnhalle Langenhain um, der man lange Jahre als Vereins- und Übungslokal die Treue gehalten hat.
Auf Initiative unseres ehemaligen Bürgermeisters Erich Nickel veranstaltete das Akkordeon-Orchester 1967 erstmals einen Grenzgang, um vor allem Neubürger ihre Wohngemeinde durch Abschreiten eines Teils der Gemarkungsgrenzen näher zu bringen. Der unerwartet hohe Anklang in der Bevölkerung hat diesen Grenzgang zur Gewohnheit werden lassen, der alljährlich am 1.Mai durchgeführt wird.


1.Grenzgang 1967

Zur Stärkung des Kameradschaftsgefühls entschloss sich der Verein im Turnus von zwei Jahren, eine Mehrtagesfahrt durchzuführen. Diese Fahrten fanden bei den Teilnehmern als auch bei der Bevölkerung des jeweiligen Zielortes, durch das Ausrichten von Konzertveranstaltungen und geselligem Beisammensein, große Zustimmung. Reiseziele waren bisher unter Anderem: Pichl/Dachstein, Österreich; Wanfried/Kreis Eschwege; Wallenfels/Frankenwald; Tann/Röhn; Geiselwind/Steigerwald;Uhldingen-Mühlhofen/Bodensee; Sattelbogen/Bayerischer Wald; Pelham am See/Chiemsee;Wildemann/Oberharz; Bad Frankenhausen/Thüringen; Illshofen/Hohenloher Land.

Nach der Eingliederung unserer Gemeinde in die Stadt Hofheim zum 31. Dezember 1971 wirkte unser Orchester u.a. bei der 1. Hofheimer Kulturwoche (28. September 1974) und am Tag der offenen Tür anlässlich der Einweihungsfeier der Stadthalle Hofheim (16. Januar1977) mit. Ein bedeutsamer Tag in der Vereinsgeschichte war der 25. Juli 1974. An diesem Tag wurde das Akkordeon-Orchester als rechtsfähiger Verein in das Vereinsregister eingetragen und darf fortan den Zusatz >e.V.< führen. Seit September 1980 ist das Akkordeon-Orchester als "gemeinnütziger Verein“ anerkannt.

Eine Erinnerung von bleibendem Wert stellt die am 21. Mai 1980 in der Stadthalle Hofheim zusammen mit anderen Hofheimer Vereinen aufgenommene Schallplatte/Musikcassette "Klingende Grüße aus Hofheim" für das Akkordeon-Orchester dar.

Einen besonderen Stellenwert in der Vereinsgeschichte nimmt das über Pfingsten 1981 durchgeführte 4Ojährige Vereinsjubiläum ein.

Welchen Aufschwung der junge Verein in seiner 40jährigen Geschichte nahm, verdeutlichen die Mitgliederzahlen. Aus den acht Vereinsgründern entwickelte sich ein Verein mit etwa 240 Mitgliedern. Sichtlich gerührt konnten alle acht Gründer auf der Bühne im großen Festzelt auf dem Festplatz "Unter den Eichen" selbst miterleben, was aus ihrer Idee, ihrem Engagement und der Freude an der Musik wurde. 75 Spielerinnen und Spieler in den Anfänger- und Schülergruppen, im Jugendorchester sowie im 1. Orchester stellten sich den Gästen im vollbesetzten Festzelt vor und erhielten für ihre Musikstücke viel Applaus.


Festkommers 06. Juni 1981

Ein weiterer Höhepunkt des Festes war ein Freundschaftskonzert mit Akkordeon-Orchestern aus Hofheim und Umgebung.

Beteiligt waren neben dem Jugendorchester unseres Vereines das Akkordeon-Jugendorchester Frankfurt-Sindlingen, der 1. Akkordeon und Handharmonika-Club 1946 Flörsheim am Main, die Musikgruppe im Gesangverein Union 1888 Niederhofheim, das Junioren- und das 1. Orchester des 1. Hofheimer Akkordeon-Verein "Lyra" von 1893 e.V., der Akkordeonverein Lyra Neuenhain/Taunus sowie der Akkordeon-Musikverein 1890 Frankfurt-Griesheim. Von einer derartigen Präsentation der Akkordeonmusik waren nicht nur die Festgäste, sondern auch die Aktiven selbst sehr beeindruckt.

In Langenhain bleibt der Pfingstmontag seit eh und je dem "volkstümlichen Frühschoppen“ vorbehalten und auch das Akkordeon-Orchester Langenhain machte da keine Ausnahme. Jung und Alt aus Langenhain sowie der näheren und weiteren Umgebung kamen ins Festzelt geströmt und erlebten dort die sprichwörtliche Langenhainer Hochstimmung.

Abgeschlossen wurde das Jubiläumsfest mit einer Discoveranstaltung. Weit mehr als 1200 Gäste verfolgten das Multi-Sound Vergnügen von Süddeutschlands größter transportabler Diskothek.

Solch ein Fest dient nicht nur der Erheiterung und Unterhaltung der Gäste, sondern soll auch helfen die finanzielle Situation des Vereines zu verbessern. Allein mit dem Beitragsaufkommen können die vielfältigen Ausgaben, mit denen die Vereine konfrontiert werden, nicht finanziert werden. Anschaffungs- und Reparaturkosten für Leih- und sonstige Vereinsinstrumente, Notenbeschaffungen, diverse Versicherungsbeiträge, Beiträge an Verbände und die Honorare für Übungsleiter, nur um Beispiele zu nennen, belasten den Vereinsetat in erheblichem Umfang.

Eine leider zunehmende negative Tendenz ist auch der Rückgang des ehrenamtlichen Engagements der Vereinsmitglieder. Sicherlich liegt in dem gegenwärtigen Überangebot an Freizeit- und sonstigen kulturellen Angeboten mit ein Grund für diese Erscheinung. Hier sind die Vereine und deren Verantwortliche gefordert, neue Akzente und Perspektiven zu setzen. Auch sollte der Vereinsnachwuchs früh in das Vereinswirken eingebunden und entsprechend motiviert werden. lst einmal das Interesse geweckt, kann man auch mit der Hilfe der jungen Aktiven rechnen.

Dank der Initiative unserer damaligen Übungsleiterinnen veranstaltet das Akkordeon-Orchester Langenhain seit 1984 Jugendfreizeitfahren. Bei dem Vereinsnachwuchs sind diese Wochenendfahrten (jährlich) sehr beliebt und zu einem festen Bestandteil der Vereinsaktivitäten geworden. Die Jugendfreizeiten führten bislang unter Anderem nach Bad Nauheim, Roßdorf/Darmstadt in und nach Wirberg/Grünberg und Lützelbach in Oberhessen.


Jugendfreizeit 1990

Obwohl Langenhain im Rahmen der Gebietsreform in die Stadt Hofheim eingegliedert wurde, behielt unser Ort seine kulturelle Eigenständigkeit bei, was nicht heißen soll, dass wir gegenüber, >Neuem< nicht aufgeschlossen sind. Aus diesem Grunde pflegt das Langenhainer Akkordeon-Orchester freundschaftliche Bande zu seinen "Pendants" in Hofheim. Ergebnis dieses Strickvorgangs war der am 29.6. 1985 in der Hofheimer Stadthalle unter Mitwirkung des Magistrats der Stadt Hofheim von den Vereinen Akkordeon-Orchester 1950 Hofheim, 1. Hofheimer >Lyra< von 1893 e.V. und unserem Orchester veranstaltete Akkordeontag. lmposant war die große Zahl der Spielerinnen und Spieler der drei Orchester, dieaufder Bühne ihrePlätze eingenommen hatten und gemeinsam mit dem "Deutschmeister-Regiments-Marsch" den Akkordeontag eröffneten. Welcher Klang und welche Stärke von einem rund 80 Aktiven umfassenden Orchester ausgeht, bedarf keiner näheren Beschreibung. Insgesamt 160 Akkordeonisten präsentierten sich einem sachverständigen Publikum. Ein 2. Hofheimer Akkordeontag fand am 24.6. 1989 wiederum in der Stadthalle statt.

Gleich zwei Ereignisse konnten in Langenhain unter dem Motto "Über die Grenzen schauen" im Mai 1987 gefeiert werden: 20 Jahre Langenhainer Grenzgang und 20 Jahre Städtepartnerschaft Hofheim - Chinon. Wie immer konnte sich das Akkordeon-Orchester, das dieses Fest in Zusammenarbeit mit der Stadt Hofheim organisierte, auf die Langenhainer Bevölkerung verlassen, die an beiden Tagen, dem 30. April und dem 1. Mai 1982 auch dank des schönen Frühlingswetters, zahlreich in das Festzelt strömte, das zeitweise aus den Nähten zu platzen drohte. Ein deutsch-französischer Abend, zu dem auch offizielle Delegationen aus den Partnerstädten Chinon/Frankreich und Tiverton/England begrüßt werden konnten, bildete den Auftakt der Festtage. Dem fest in das Langenhainer Vereinsleben integrierten Grenzgang folgte am Abend eine Disco, so dass die Jugend auch diesmal nicht zu kurz kam.


Plakat 20 Jahre Grenzgang, 20 Jahre Städtepartnerschaft

Einige Tage zuvor hattesich im März 1987 hoher Besuch aus der Landeshauptstadt Wiesbaden angesagt. Der Hessische Minister des Innern, Herr Horst Winterstein, wollte es sich nicht nehmen lassen, dem Akkordeon-Orchester Langenhain e.V. für seine Jugendarbeit persönlich einen Scheck zu überreichen.

Das nächste Großereignis der Vereinsgeschichte war das 50jährige Vereinsjubiläum vom 17.5. bis 20.5. 1991. Gleich Freitags spielten im Festzelt auf dem Sportplatz mit The Time Bandit und Skiffle Train Frankfurt zwei über das Rhein-Main-Gebiet hinaus bekannte Bands.


Aktive Spieler 1991

Wie es in Langenhain üblich ist, wurde der Festkommers unter der Mitwirkung der ortsansässigen Vereine gestaltet. Ein buntes Programm mit der Jazz-Gymnastikgruppe der TGS Langenhain 1886 e.V., mehreren Chören und der Tanzgruppe des Gesangvereins 1844 e.V. Langenhain, des Spielmannzuges der Freiwilligen Feuerwehr Hungen-Stadt und nicht zuletzt alle Orchester und Spielgruppen des Festgebenden Vereines. Für gute Stimmung sorgte die Festkapelle TOP SELECTION, es wurde getanzt bis in den frühen Morgen.
Aber allzu lange konnte nicht geschlafen werden. Bereits um 10.30 Uhr am Pfingstsonntag hörte man schon wieder Akkordeonklänge aus dem Festzelt. Das Akkordeon-Orchester 1950 Hofheim am Taunus, der 1. Hofheimer Akkordeonverein >Lyra< von 1893 e.V., der Akkordeonclub Idstein-Heftrich, die Akkordeongruppe des Gesangvereins Union 1864 Niederhofheim e.V., die Volkstanzgruppe der Landfrauenjugend Frankfurt/Main Taunus und das Akkordeon-Orchester Langenhain e.V. trafen sich im vollbesetzten Zelt zu einem Freundschaftskonzert.
Ein bunter Melodienreigen verzauberte die Zuhörer bis in den frühen Nachmittag.
Start frei zum großen Kinderfest. Jetzt waren die Kleinen an der Reihe. Man hatte sich mit Professor Knödeldaddels Zimmerflugzeug, Fritz und Franks Kindershow und der großen Spielstraße viel einfallen lassen. Die Kinder waren hellauf begeistert.
Die Festkapelle spielte abends noch einmal zum Tanz auf, und es war mächtig Stimmung im Zelt.
Blasmusik ist Trumpf. Das lassen sich die Langenhainer nicht zweimal sagen. Jung und Alt strömten ins Festzelt und erlebten dort Hochstimmung beim volkstümlichen Frühschoppen mit Peter Schad und seinen Oberschwäbischen Dorfmusikanten.
Das Vereinsjubiläum blieb nicht nur bei den Festgästen in positiver Erinnerung, sondern auch bei den befreundeten Vereinen und den Mitgliedern des Akkordeon-Orchesters Langenhain.

Ein ganz besonderes Ereignis fand im Januar 1994 statt. Andreas Wagner übernahm den Dirigentenstab des 1. Orchesters. Unser lieber Hans Wassum, der seit 1958 dieses Amt inne hatte, trat aus Altersgründen zurück. Aber es war nur ein Rücktritt in Stufen. Mehrere Jahre spielte er im 1. Orchester noch das Schlagzeug.

Auch in der Jugendarbeit gab es einen Wechsel. Seit Oktober 1996 leitet Frau Birgit Heyne den Einzel- und den Gruppenunterricht. Im Jahr 2000 beendete Sie ihr Studium und durfte sich fortan Staatlich anerkannte Musikpädagogin nennen.

Dreißig Jahre Grenzgang. Das musste gefeiert werden. Am 1. und 2. Mai 1997 stand wieder ein Festzelt auf dem Festplatzgelände und ein sehr schönes Programm wurde angeboten. Wie in Langenhain üblich ein musikalischer Frühschoppen mit den Lasterbacher Musikanten, der bis in die frühen Abendstunden dauerte. Die dreißigjährige Städtepartnerschaft Hofheim – Chinon wurde ebenfalls an diesem Tag im Festzelt mitgefeiert. Am zweiten Tag sollte es abends im Zelt noch einmal richtig voll werden. Die Hit Night mit der Band Vis á Vis war angesagt, und es war eine Hit Night. Bis tief in die Nacht, damals war das noch möglich, wurde gefeiert, getanzt, gesungen und getrunken.

Gude, Servus und Hallo, so heißt die bekannte Sendung im HR4. Hier waren der Dirigent Andreas Wagner und die 1. Vorsitzende Brigitte Töteberg am 6. Mai 2000 zu Gast. Die Musikaufnahmen der ausgestrahlten Stücke waren mehrere Monate vorher mit dem 1. Orchester im großen Konzertsaal des Hessischen Rundfunks aufgezeichnet worden. Sicherlich ein Ereignis, an das sich die Beteiligten zeitlebens gerne erinnern.


Aufnahme im Großen Sendesaal

Wohin mit dem Zelt, wohin mit den Partytischen, wohin mit den ganzen Kisten und Kasten? Ein Verein hat immer Material, das er irgendwo lagern muss. Sehr oft ist aber der notwendige Platz nicht vorhanden. Wenn etwas benötigt wird, sucht man verzweifelt. Also entschloss sich der damalige Vorstand im Jahr 2002 ein Vereinslager zu bauen. Die Stadt Hofheim stellte die benötigte Fläche am Jagdhaus 2 zur Verfügung. Der Umzug fand am 25. Oktober 2003 statt.

Nach neun Jahren Dirigententätigkeit zog sich im Mai 2003 Andreas Wagner wegen beruflicher Neuausrichtung aus diesem Amt zurück. Es dauert drei Monate einen Nachfolger zu finden, und so übernahm Manfred Klepper am 1. Juni 2003 das Dirigat des 1. Orchesters. Die Besucher unseres alljährig stattfindenden Herbstkonzertes können bestätigen, dass seit diesem Zeitpunkt sich musikalisch einiges getan hat. Ein großes Repertoire an anspruchsvollen Musikstücken aus verschiedenen Richtungen ist entstanden.

Man könnte jetzt an dieser Stelle noch von vielen anderen Dingen berichten. Von kleineren Festen, Grillfeiern, Vereinsausflügen mit Schiff oder Bus und auch von den vielen Konzerten die das Akkordeon-Orchester Langenhain schon veranstaltet hat. Aber das würde sicherlich den Rahmen sprengen.